Dienstag, 19. Juni 2012

Isabel Abedi - Isola


Isola ist ein Einzelband von Isabel Abedi.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Seitenanzahl: 324
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 17 Jahre
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Broschierte Ausgabe
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Seitenanzahl: 324
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 17 Jahre


Zwölf Jugendliche. Eine einsame Insel. Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen. Und unzählige Kameras, die sie beobachten...
»Ich hätte weglaufen können. Noch heute spukt dieser Gedanke oft durch meinen Kopf. Ich hätte mich heimlich von der Gruppe entfernen können, genügend Gelegenheiten hatte es gegeben. Aber hätte das etwas geändert? Wäre das Projekt abgebrochen worden? Wäre vielleicht kein Blut geflossen? Es ist so sinnlos, sich diese Fragen zu stellen, mein Verstand weiß das. Aber die Fragen wissen es nicht. Sie kommen - ohne vorher anzuklopfen und sich zu erkundigen, ob es gerade passt.«

Ich mag es total gern, wenn sich die Cover der Bücher eines Autors alle ähneln. Aber jedes ist besonders und perfekt zum jeweiligen Buch, so dass man bei Isabel Abedi nichts miteinander verwechseln kann. Bei Isola sieht man die Insel und auch, dass diese beobachtet wird und man sich nie unbeobachtet fühlen könnte, wenn man dort ist. Titel ebenfalls perfekt!
Andere Cover:
Hier mal eine andere "Inhaltsangabe", damit ihr wirklich wisst, worum es geht:
Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idyll zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt der melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker, wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird.
Wow. Eins der spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ab der zweiten Hälfte konnte ich überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Eine Pause zu machen war lange Zeit völlig unmöglich. Es fesselt und hat mich gar nicht mehr losgelassen und wenn ich dann doch mal aufhören musste, dachte ich noch lange über das nach, was gerade im Buch passiert ist und wie es wohl weiter geht... Nach langer Zeit des Nicht-Einschlafen-Könnens hab ich dann doch noch ein Kapitel gelesen :D Also, "spannend", ist das Wort, das am allermeisten zu Isola passt.
Ich fand es auch gut, dass die erste Hälfte oder eher das erste Drittel wirklich mehr dazu diente, die Charaktere und die Umgebung kennen zu lernen. Es wird dadurch aber nicht langweilig, denn man bekommt einen guten Gesamteindruck von Allem. Die Charaktere sind alle so verschieden, bei manchen rätselt man noch um ihre wahre Persönlichkeit, andere sind total offen und man schließt sie entweder gleich ins Herz oder ahnt, dass da irgendwas faul sein muss. Ich habe die Zwölf direkt vor mir sehen können, in allen Einzelheiten und jeder hat seine eigene Persönlichkeit, wenn auch vielleicht einige von ihnen etwas einseitig sind. Aber nicht alle! Eine schöne Idee fand ich auch die drei Dinge, die die Jugendlichen mit auf die Insel nehmen durften, denn das verriet doch ein bisschen etwas über ihren Charakter. Okay, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Trotzdem, schöne Idee :)
Nach diesem Part geht es dann richtig los. Dabei folgt nicht unbedingt immer ein Ereignis direkt dem Nächsten, aber das macht nichts, weil die Spannung dennoch aufrechterhalten wird. Und alle Geschehnisse hängen am Ende zusammen. Vorhersehbar war gar nichts und ich hatte wirklich Schockmomente, wo ich einfach nur mit offenem Mund da saß und dachte nur "WAS?!?! Das hätte ich ja nie gedacht! Und was jetzt???" :D Und oft auch "Häääää? Ooooooh! Achsoooo.... Ohje!" :D Naja, auf jeden Fall wurde ich oft überrascht, um es mal anders zu fomulieren. Fast nichts war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und auch die kursiv geschriebenen Texte am Beginn der Kapitel... Gaaaah, wenn ich das gewusst hätte! Einen Logikfehler habe ich dann doch gefunden, den möchte ich aber natürlich nicht verraten.
Positiv ist mir auch aufgefallen, dass Vera ganz und gar nicht so ist wie die meisten anderen Protagonisten. Sie ist schüchtern, zurückhaltend, wirkt geheimnisvoll auf die anderen und kommt eigentlich nur aus sich heraus, wenn sie tanzt. Und das ist auch der Grund, warum der "mysteriöse" Solo nicht so ein typischer Charakter mir einer "dunklen Vergangheit" und einem "noch dunklerem Geheimnis" ist, der Vera sofort "auf seltsame Art und Weise magisch anzieht" und sie sich "sofort uuuuuunsterblich in ihn verliebt". Das hatten wir ja oft genug. Das hat Solo mir auch sympathisch gemacht, denn Vera und er haben tatsächlich einiges gemeinsam. Die zarte Romanze zwischen Vera und Solo ist jetzt nicht die oberkitschigromantische Geschichte, die einen zu Tränen rührt, und man wünscht sich auch nicht, wie bei vielen anderen Büchern, einen eigenen "Solo" zu haben, weil er so unglaublich toll und perfekt und vollkommen ist, aber irgendwie hatte das auch etwas Positives und war ebenfalls mal was Neues. Was mir auch gefallen hat, war, dass die beiden an den besonders spannenden Stellen nicht in den Mittelpunkt gestellt werden, sondern dass beide einfach nur, wie alle anderen auch, herausfinden wollen, was es mit den Geschehnissen auf der Insel auf sich hat. Natürlich ist Vera noch immer wegen ihm verwirrt, aber viel mehr geht es um die seltsamen Dinge, die passieren, und so hat es mich durchgehend gefesselt. 
Eigentlich mag ich ja eher Fantasy, aber das hat mich hier eigentlich gar nicht beeinflusst. Außerdem bin ich nach Isola total von der Autorin Isabel Abedi begeistert und habe Lucian, Imago und Whisper direkt auf meine Wunschliste gesetzt. Und alle sind sie Einteiler! *-*
Was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende, also das letzte Kapitel, besser gesagt. Denn immer wieder wurden im Laufe der Geschichte Anspielungen auf Veras Vergangenheit gemacht und dann so ein emotionsloses kurzes Ende... Ich meine, immerhin ging es ja tatsächlich um den Grund von Veras Reise und Teilnahme für das Filmprojekt und da hätte das doch noch ein bisschen spektakulärer ausfallen dürfen. Überhaupt wird nur einmal von einem kurzem Abschnitt aus ihrer Kindheit, der sie nach Deutschland zu ihren Adoptiveltern geführt hat, wirklich ausführlich erzählt.

Insgesamt ist Isola ein extrem spannendes Buch, das mich zu auf jeden Fall dazu bringt, weitere Bücher von Isabel Abedi zu lesen. Das letzte Kapitel ist ein kleiner Schwachpunkt und daher verteile ich in der Gesamtbewertung 4 Herzen mit starker Tendenz nach oben.

Isabel Abedi, 1967 geboren, hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchschriftstellerinnen Deutschlands. Ihr Bestsellerroman »Whisper« wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert. »Isola« ist Isabel Abedis dritter Jugendroman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg. -- isabel-abedi.de
Rezensionen zu anderen Büchern von Isabel Abedi:

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch auch sehr gemocht :)
    Du hast einen schönen Blog ;)
    Bin Leser geworden :)
    Liebe Grüße
    Tamara

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  2. Woah! Sehr gute Rezension! Ehrlich!! I like ! Ich will auch followen <3
    Lass meine Grüße durch deinen Blog flattern !! Annik von Les Bookmoiselles

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    1. Danke!! Mit diesem kleinen Kommentar hast du meine Laune mit einem Schlag gebessert, dankeschön :D ^-^


      Liebste Grüße ♥

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  3. Schön gemacht und ich habs auch endlich gelesen! Ich fand es echt gut aber das Ende hat ein paar Schwachpunkte und es endet auch zu aprupt. Aber der Anfang und die Mitte echt spannend.

    LG jamandla

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