Samstag, 23. Juni 2012

Rick Riordan - Percy Jackson: Diebe im Olymp


Diebe im Olymp ist der erste Teil der "Percy Jackson"-Reihe von Rick Riordan.
1. Diebe im Olymp - 2. Im Bann des Zyklopen - 3. Der Fluch des Titanen - 4. Die Schlacht um das Labyrinth - 5. Die letzte Göttin - Folgereihe: "Helden des Olymp"

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Übersetzer: Gabriele Haefs
Seitenanzahl: 448
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 15 Jahre

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen.
Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf – und Percy vor einem unglaublichen Abenteuer…

Das Cover passt zum Buch und ist ansprechend. Alles okay. (: Das Einzige, was mich ein bisschen stört, ist wie böse Poseidon auf Percy schaut. Falls das überhaupt Poseidon sein soll, ich bin mir da nicht ganz sicher, aber wenn er es ist, dann finde ich, dass ein Vater seinen Sohn doch nicht so grimmig anstarren sollte :D Immerhin ist er doch stolz auf ihn und hilft ihm ja auch manchmal... Naja, vielleicht ist es ja auch gar nicht Poseidon.
Andere Cover:


Ich wusste gar nicht, dass der Film Percy Jackson - Diebe im Olymp auf einem Buch basiert, bis ich mal zufällig darauf gestoßen bin, aber das geht mir ja oft so. Und auch hier ist beides total verschieden. Ich kann nicht sagen, was mir besser gefällt, aber die Verfilmung gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und davon gibt es nicht viele. Ich will jetzt aber gar nicht erst anfangen, die ganzen Unterschiede zwischen Buch und Film aufzuzählen, das würde wirklich viel zu lange dauern. Das Wichtigste: Percy ist im Buch erst 12, im Film viel älter (ich glaube 17). Da kann ich mich nicht so richtig entscheiden, was ich besser finde. Wenn er älter ist, kann man natürlich besser nachvollziehen, welche Heldentaten er vollführt, denn für einen 12-Jährigen ist das doch ein wenig ungewöhnlich. Aber wie ein 12-Jähriger verzweifelt versucht, seine Mutter zu retten ist dann im Buch wieder verständlicher. Percy ist ein toller Protagonist, der auf keinen Fall perfekt ist, aber das macht ihn noch liebenswürdiger. Sonst treten ja häufiger weibliche Hauptcharaktere auf, aber hier stimmt in der Hinsicht alles. Auch hat mir gut gefallen, dass er sich von den Göttern nichts sagen lassen will, egal, was Grover oder Annabeth ihm sagen. Er ist stur bei dem was er vorhat und beleidigt sogar den schrecklichen Kriegsgott Ares, obwohl seine Freunde ihm oft dringend davon abgeraten haben, sich einen Gott zum Feind zu machen. Das Buch ist aus Percys Sicht erzählt und dadurch weiß man nie mehr als er selbst, das macht alles noch spannender und nicht Vieles in vorhersehbar.
Okay, etwas, das auf jeden Fall gesagt werden muss ist, dass der Klappentext ziemlicher Schwachsinn ist. "Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein" - hää? Vielleicht hab ich ja tatsächlich irgendetwas verpasst, aber daran kann ich mich gerade gar nicht erinnern. "Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen" - naja. Fast das ganze Buch über habe ich darauf gewartet, dass dieser Kronos nochmal auftaucht, nachdem ich den Klappentext gelesen hab, und das hat dann auch bis zum Ende gedauert, denn erst dann kam raus, welche Rolle der überhaupt spielt. Am Anfang geht es ja eher darum, dass Zeus, Poseidons Bruder, es auf Percy abgesehen hat, weil er ein Halbgott ist und die Möglichkeit hätte, den Herrscherblitz von ihm zu stehlen. Darum soll Percy ihn zum Olymp zurückbringen und da beginnen seine Abenteuer erst richtig.
Die Geschichten der griechischen Götter sind meiner Meinung nach gut und an den richtigen Stellen erzählt worden, so dass man nicht von zu vielen Informationen auf einmal erschlagen wird und noch mit der eigentlichen Story mitkommt. Trotzdem fand ich die mythischen Erzählungen sehr interessant und ich habe mich nicht wie in einer öden Geschichtsstunde gefühlt. Percy Jackson scheint keine Reihe zu sein, die anderen Fantasy-Büchern zu sehr ähnelt, und wenn, dann nur in wenigen unbedeutenden Dingen. 
Ein riesiges Lob an den Autor für diesen wunderbar humorvollen Schreibstil! Vor allem die Kapitelüberschriften - "Aus purem Zufall lasse ich meine Mathelehrerin in Dampf aufgehen", "Ich spiele Binokel mit einem Pferd", "Ich werde Alleinherrscher über das Badezimmer", "Ein Pudel gibt uns gute Ratschläge", "Ein Gott lädt uns zu Cheeseburgern ein" und und und... :D Okay, den Sinn davon versteht man danach im Kapitel erst richtig. Rick Riordan hat die Mythologie gut mit der modernen Welt vereinen können.
Irgendwie erhoffe ich mir bei jeder Reihe, die ich beginne, so etwas Tolles zu erleben wie bei den Harry Potter-Büchern, aber bisher hat das noch nirgendwo geklappt, so auch nicht bei Percy Jackson, zu mindestens nicht beim 1. Teil. Tja, Harry Potter bleibt einfach unerreicht. Auch wenn Annabeth ziemliche Ähnlichkeit mit Hermine hat.
Was mich ein wenig irritiert hat: Als Percy ins Camp Halb-Blood kommt, ist Annabeth zwar nicht so waaahnsinnig nett zu ihm, aber sie zeigt ihm alles im Camp und unfreundlich ist ja auch was anderes. Und dann nach einer kurzen Bemerkung fragt Percy sie plötzlich, warum sie ihn hasst und auch später kommt er nochmal darauf zurück. Naja, das ist jetzt natürlich nur eine unbedeutende Kleinigkeit, aber mich hat es doch etwas verwirrt. Jaja, ich weiß, unwichtiger Kleinkram, wollte ja nur sagen, dass es mir aufgefallen ist. :D
Diebe im Olymp hat zwar nicht wirklich ein offenes Ende, aber es gibt einige Anzeichen dafür, dass Percys Abenteuer noch nicht vorbei ist, sondern noch schlimmere Dinge bevorstehen. Zweiter Teil, ich komme!

Ich bin wirklich sehr gespannt auf den nächsten Teil, Im Bann den Zyklopen, und freue mich darauf, wenn der endlich wieder in der Bibliothek steht. Der erste Teil hat mir schon mal ganz gut gefallen, 4 Herzen für einen guten Reihenauftakt.


Rick Riordan wurde am 5. Juni 2964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der Universitiy of Texas und unterrichtete viele Jahre an Schulen in seiner Heimatstadt sowie in Kalifornien. Sein Debütroman veröffentlichte er 1997 mit »Big Red Tequila« - dem ersten Band seiner »Tres Navarre«-Reihe, in der zuletzt 2007 »Rebel Island« erschien. Seinen internationalen Durchbruch erlangte Riordan mit seiner »Percy Jackson«-Reihe, deren erster Band 2005 mit »Diebe im Olymp« erschien, welcher auch verfilmt wurde. (lovelybooks.de) -- rickriordan.com (englisch)
Rezensionen zu anderen Büchern von Rick Riordan:

Diebe im Olymp kam am 11. Februar 2010 mit Logan Lerman (als Percy) in der Hauptrolle ins Kino und ist inzwischen auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

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