Freitag, 14. Dezember 2012

Kurze Buchgedanken: Highlights

Heute hab ich wieder einen Buchgedanken-Post für euch, weil der erste spontane Post ganz gut angekommen ist, zumindest entnehme ich das mal so den Kommentaren. Und mir ist grade ein Thema in den Kopf gekommen und dachte mir, dass man dazu vielleicht einiges schreiben könnte. Dann mal los!

Und zwar geht es um das große Highlight im Buch, das Finale, welches zum Ende hin eintritt. Wie wichtig ist euch das bei einem Buch? Ist das ein Hauptpunkt, nach dem ihr ein Buch bewertet? Oder ist es für euch eher unwichtig, solange der Rest des Buches gut ist? Kennt ihr Bücher, in denen der Höhepunkt besonders gut oder besonders schlecht ist?
Mir persönlich ist das Highlight sehr sehr wichtig. Auch in meinen Rezensionen erwähne ich oft, wie mir das große Finale gefallen hat. Warum? Das möchte ich euch erklären. Ich gehe jetzt mal von einem richtig gutem Buch aus. Das ganze Buch über wird Spannung aufgebaut, immer wieder treffen besondere Ereignisse ein, die das Ganze noch steigern, man rätselt mit, man wartet auf die Auflösung und auf das, was nun noch geschieht. Und dann - BAAAM - geht's richtig los. Die Spannung steigert und steigert sich, man kann es kaum mehr aushalten und möchte jetzt endlich erfahren, wie das Ganze ausgeht. Meist gibt es einen großen Kampf, einen großen Konflikt, so viel Action wie möglich, mehrere Ereignisse treffen auf einmal ein, aber nicht so, dass man nichts mehr mitbekommt. Es gibt überraschende Wendungen und nichts passier so, wie man es erwartet hat. Wie gesagt, ich rede jetzt von einem wirklich guten Buch. Alles löst sich langsam aber sicher auf, man wird immer wieder überrascht und die Spannung lässt sich nicht mehr weiter steigern. Es ist einfach das Highlight des Buches.
Für mich ist es dabei auch ziemlich wichtig, dass das Finale nicht zu kurz ausfällt. Wenn es so schnell vorbei ist, mag ich das gar nicht, weil dies ja der Punkt ist, auf den man eigentlich das ganze Buch lang wartet. Natürlich sollte das aber auch nicht so eeeewig lang sein und sich einfach nur hinziehen, mit tausenden Wiederholungen und eigentlich passiert gar nicht wirklich etwas. Oder das Ende ist einfach nur unspektakulär. Ich hasse es - und das ist auch immer ein großer Minuspunkt in meiner Rezension - wenn das Buch die ganze Zeit über gut ist, die Spannung steigt, man will wissen, wie es weiter geht, habe ich ja alles schon erwähnt. Tja, und dann? Nichts. Das 'Rätsel' wird aufgelöst, ebenso die Konflikte, ein winziges Ereignis tritt ein und das war's. Einfach nur langweilig. Oder das Buch ist von vorne herein nicht wirklich gut, und man hofft auf ein spannendes Finale und nichts ist. Das nervt und darum ist mir dieses Highlight auch so wichtig.
Bei Reihen gibt es da für mich eigentlich auch keinen großen Unterschied, denn auch wenn alle Bücher zusammen gehören, muss es in jedem Band einen Höhepunkt geben. Das gilt auch für Bücher, die direkt aufeinander folgen, also wo es tatsächlich nur um einen Schwerpunkt geht, denn selbst dann muss es für mich immer mal richtig spannend werden und einen Punkt geben, der die jeweilige Story auszeichnet.
Ein positives Beispiel dafür ist die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier. Und das schlechteste, unspektakulärste, langweiligste und enttäuschendste Ende für mich ganz persönlich hatte ich bei Die Stadt mit dem blauen Tor von Anna Dankowtsewa (->hier<- geht's zur Rezension). Ja, ich weiß, das Bild hier ist schrecklich, aber man kann erkennen, was ich damit sagen will, oder? :D

Joar, ich wiederhole einfach nochmal meine Fragen zum Buch-Finale an euch: Wie wichtig ist euch das bei einem Buch? Ist das ein Hauptpunkt, nach dem ihr ein Buch bewertet? Oder ist es für euch eher unwichtig, solange der Rest des Buches gut ist? Kennt ihr Bücher, in denen der Höhepunkt besonders gut oder besonders schlecht ist? Schreibt mir doch bitte ein Kommentar und sagt mir eure Meinung dazu. Für mich ist das Ende im Buch echt sehr wichtig, wie seht ihr das?

Und wieder möchte ich euch auch fragen: Wie gefallen euch diese Buchgedanken? "Bitte mehr davon" oder "Lass es lieber"? Danke für eure Kritik im Voraus (:

Übrigens, noch 17 Tage bis zum Ende der Umfrage zum Blogger-Hörbuch! ♥

Kommentare:

  1. In meinen Rezensionen gehe ich schon darauf ein,aber nur wenn sich das Ende irgendwie abhebt schreibe ich mehr.Manchmal vergesse ich auch das Ende zu erwähnen,aber das Ende ist für mich nicht wirklich ein großer Kritikpunkt.
    Charaktere zählen bei mir viel mehr und ob das Buch langatmig ist oder nicht zählt auch.
    Ein Ende welches mich überrascht hat und ich grandios finde,ist von Delirium.
    Gesamt fand ich das Buch nur durchschnittlich und für das Ende hätte ich beinahe ein ganzen Punkt mehr gegeben,aber da ich nicht so gerne möchte,dass das Buch besser bewertet wird als es verdient hat,habe ich einen halben Punkt nur gegeben.Mit dem Ende von Panem Teil drei gebe ich mich noch immer nicht zufrieden.
    Das Ende von Das Schicksal ist ein mieser Verräter fand ich auch sehr toll und werde ich in Erinnerung behalten.
    Sonst falen mir auf Anhieb nicht wirklich mehr Bücher ein,von denen das Ende mich sprachlos gemacht hat oder enttäuscht zurück ließ.

    LG May

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    1. Danke für deine Meinung dazu! Natürlich spielen auch andere Dinge eine genau so große Rolle für mich, am Schluss kommt alles zusammen. Ich verstehe dich, ich würde auch nicht NUR wegen dem Ende einen Zusatzpunkt vergeben... Jetzt weiß ich ja schonmal, dass ich Delirium nicht lesen werde. :D

      Ganz liebe Grüße ♥

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  2. Hmm, ich hab da noch nie so richtig drüber nachgedacht. Ich weiß nur, dass ein wirklich enttäuschendes, schlechtes oder schlicht lahmes Ende ein Buch schon nachhaltig beeindrucken kann. Aber eigentlich muss ein Buch insgesamt stimmig sein, da kann ich dann auch mit dem Ende nicht zufrieden sein, wenn der Rest stimmt, ist das Buch trotzdem nicht schlecht für mich. Vielleicht gehe ich da zu kopflastig heran, aber wenn ich nachvollziehen kann, warum der Autor genau dieses Ende gewählt hat, dann beeinträchtigt das kaum meine Meinung zum Buch.
    Ihc kann mich auch gerade an kein gutes Buch erinnern, das ein mieses Ende hat. Also meistens reißt mich das Buch schon beim Lesen nicht so mit, so dass ein schlechtes Ende danna uch egal ist.
    War das irgendwie verständlich,w as ich meine? :/

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    1. Ja, war verständlich, ich weiß, was du meinst (; Bei mir ist das so, dass ein Buch wirklich wahnsinnig toll sein muss, wenn ich ein schlechtes Ende dafür ertragen kann, oder, wie du schon sagtest, es nachvollziehbar ist... Vor allem nach dem großen Finale ist halt ein bleibender Eindruck da und wenn ich an ein Buch denke, was ich gelesen habe, dann habe ich meist dieses 'Highlight' im Kopf, daher ist mir das so wichtig... (:

      Liebste Grüße! ♥

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