Montag, 27. August 2012

Anna Dankowtsewa - Die Stadt mit dem blauen Tor



Die Stadt mit dem blauen Tor ist ein Einzelband von Anna Dankowtsewa.

Gebundene Ausgabe 
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2013
Übersetzer: Sabine GrebingSeitenanzahl: 189 
Verlag: Diogenes 
Sprache: Deutsch 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre 
Hier klicken und die gebundene Ausgabe von Die Stadt mit dem blauen Tor bei Amazon anschauen.


Der vierzehnjährige Iwan lernt eines Tages ein merkwürdiges Mädchen kennen, das ihn dazu bringt, mitten im Winter mit ihm in den eiskalten Fluss zu springen. Ein mieser kleiner Gauner denkt, er könnte einen großen Coup landen, denn hatte er die beiden vorher nicht von einem Schatz flüstern hören? - und springt samt seinem Bruder hinterher. Der Polizist Peter Häslein sieht eine Chance, endlich zu beweisen, dass er, trotz seines von allen belächelten Familiennamens, Mut hat - und stürzt sich ebenfalls in die eisigen Fluten. Doch nicht der Kältetod erwartet diese verrückten Fünf, sondern Die Stadt mit dem blauen Tor, ein Koloss von einem Pferd, das mit einem Hufschlag seine Farbe von Schwarz nach Weiß ändern kann und auf den Namen Terminator hört, der fürchterliche Drache Smej Gorynitsch und - nicht zuletzt - der silbergraue Wolf, ohne dessen Hilfe alles verloren gewesen wäre.

Also, das ist ja wirklich ein ganz schreckliches Cover, oder? Mal im Ernst. Das Einzige, was hier irgendetwas aus dem Buch auch nur andeutet, ist die Wolfskette. Aber - hallo?! Ich habe noch nie ein Cover gesehen, das so unansprechend und langweilig ist. Da weist ja rein gar nichts auf ein Fantasybuch hin, oder? Eine Schande. Bah.

Ich hatte mir keine besonders hohen Erwartungen an das Buch gestellt und fand es auch schon von Anfang an irgendwie merkwürdig. Man erfährt gar nicht richtig, was Sache ist, sondern nur, dass das Mädchen, das Iwan trifft, ihm alles von Der Stadt mit dem blauen Tor und den Problemen erzählt, was genau allerdings zu tun ist, erfährt man nicht so wirklich. Details werden ausgelassen und nur einige der wichtigen Dinge werden so nach und nach aufgeklärt. Vieles ist mir anfangs einfach nur verwirrend vorgekommen.
Im Zarenreich dann angekommen, erlebt Iwan ein Abenteuer aufs andere, lernt neue Wesen kennen und macht sich auf den Weg, um das Land zu retten. Diese kleinen Abenteuer sind immer ganz unterhaltsam. Nicht besonders spannend, aber unterhaltsam und Action war da. Was mich dabei gestört hat, war, dass Iwan fast immer durch irgendetwas direkt gerettet wird und er fast nichts wirklich selber und ganz allein schafft. Jedes Mal kommt irgendeine Hilfe von jemand oder etwas Anderem, oder die "böse" Gestalt ist eigentlich ein einsames Ding, das keiner Fliege was zu Leide tut und zufällig auch noch genau das hat, was unser "Held" im entscheidenden Moment braucht.
Außerdem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wann es denn nun mal zum großen Finale kommt, und wie das überhaupt aussehen soll. Als dann nur noch ca. 25 Seiten übrig waren und noch nichts darauf hingedeutet hat, dass jetzt mal etwas in der Richtung passiert, dachte ich wirklich, da kommt nichts mehr. Dann ist aber doch noch eine Art Finale eingetreten und das war so extrem winzigkurz und unspektakulär, dass man es auch gleich hätte weglassen können. Es war komplett anders, als ich es mir vorgestellt habe, noch dazu so was von langweilig und unrealistisch. Dann geht auf einmal alles ganz schnell, so dass man gar nichts so wirklich mitbekommt und es ist auch kein Stück spannend.
Dazu kommt noch das Ende, was nicht nur tausende offene Fragen hinterlässt, sondern auch ziemlich verwirrend ist und ich hab einige Dinge irgendwie überhaupt nicht verstanden. Das Ende kommt so plötzlich und überraschend, bevor man irgendwie kapieren kann, wie es dazu gekommen ist. An einer Stelle hat es mich ein bisschen an Der Zauberer von Oz erinnert...
Außerdem fließen noch mehrere Handlungstränge in die Geschichte ein, die im Klappentext erwähnt werden, und zwar zwischendurch mal wieder erwähnt werden, aber nie wirklich in die Story reinpassen. Sie werden nicht mal richtig zu ende geführt und hinterlassen einfach nur ein riesiges Fragezeichen im Kopf. Man könnte denken, dass es eine Fortsetzung dazu geben würde, aber ich konnte nirgendwo etwas darüber finden. Es werden nur hauchdünne Andeutungen gemacht, was passiert ist und was noch auf Iwan zukommt.
Iwan als Protagonist war ganz sympathisch, zwar ohne besonders tiefgründig zu werden, aber dennoch war es angenehm, von ihm zu lesen. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Koboldmädchen (den Namen habe ich vergessen) die zweite Hauptperson in Die Stadt mit dem blauen Tor sein würde, aber die ist nach kurzer Zeit einfach so abgetaucht ohne Erklärung, ich weiß auch schon gar nicht mehr, was sie eigentlich währenddessen getan hat. Vielleicht wurde das auch nicht mal mehr erwähnt, ich weiß es nicht genau. Von ihr hatte ich mehr erwartet, da sie es ja auch war, die plötzlich in Iwans Leben getreten ist und ihn für 13 Jahre von seinem Zuhause rausholen wollte.


Wer nichts gegen jede Menge Verwirrung, offene Fragen ohne Fortsetzung, Charaktere ohne Tiefe, selten Spannung und ein langweiliges kurzes merkwürdiges Ende hat, der darf sich hier noch ein Herz dazu denken - ich persönlich vergebe 2 Herzen. Die Abenteuer, die Iwan durchlebt, sind ganz unterhaltsam, aber so ist das Buch insgesamt halt auch: einigermaßen unterhaltsam, nicht mehr. Es gibt einfach zu viele Schwächen um es als Mittelmaß vorzustellen, aber eine eigene Meinung kann man sich ja dennoch mal machen, da viele von dem Buch sehr begeistert sind.





Anna Dankowtsewa, geboren 1961 in Tambow, Zentralrussland, verbrachte ihre Jugend in Weimar. Sie studierte Informatik in Moskau und schloss eine Theaterschule ab. Sie arbeitete als Assistentin des Direktors am Moskauer Theater Eremitage, als Kinderbuchautorin und als freie Mitarbeiterin für verschiedene Magazine. Seit 1998 ist sie freie Mitarbeiterin bei Radio Liberty in Moskau. Sie schreibt für Erwachsene, Kinder und Jugendliche.

Freitag, 24. August 2012

Partnerblog-Aktion: Lesemarathon - Gewinner


Der Lesemarathon ist schon seit einer Woche vorbei. Wir hoffen, dass es allen ganz viel Spaß gemacht hat, egal, wie viel und wie lange man gelesen hat. Nächstes Jahr wird es wieder einen offiziellen Marathon geben, und bis dahin kann ich jedem wirklich nur empfehlen, auch mal einen eigenen kleinen Lesemarathon zu verantstalten, ohne große Planung, einfach nur für sich selbst. Auf seinem Blog kann man natürlich auch davon berichten und die Fortschritte posten, oder man macht es ganz privat - das ist jedem selbst überlassen und es macht immer eine Menge Spaß, auch mit Freunden zusammen.
Jetzt aber zu dem, was euch wahrscheinlich mehr interessiert - wer hat die meisten Seiten gelesen? Das Ergebnis kommt erst jetzt und damit leider später als gedacht, weil wir noch nicht von allen Teilnehmern die Anzahl der gelesenen Seiten während der 24 Stunden hatten. Eine Person hat uns diese Zahl allerdings immer noch nicht gesagt, aber wir wollten euch nicht noch länger warten lassen, und nach einigem Hin- und Herüberlegen haben wir uns entschieden, nicht mehr auf diese Person zu warten, da ich sie auch schon angeschrieben hatte und bis heute noch immer keine Antwort bekommen habe. Eine weitere Person konnte auch leider kurzfristig doch nicht mitmachen. Aber jetzt möchten wir euch endlich die Top 3 zeigen! Sontka und ich zählen natürlich nicht dazu.

...teilen sich real-booklover von real-booklover.blogspot.de und Nabura von naburasbuecherblog.blogspot.de.
...ist Liuna von buecher-engel.blogspot.de! Wow, das sind mal richtig viele Seiten. 
Herzlichen Glückwunsch!
Wie schon angekündigt, wird der Gewinn nicht besonders groß ausfallen, darum nicht traurig sein, Hauptsache, es hat euch Spaß gemacht. (:
Also, liebe Liuna, schick bitte deine Adresse an little-creamcup@t-online.de, damit wir dir deinen Gewinn in den nächsten Tagen zuschicken können. Ich hab echt keine Ahnung, wie lange so was dauert! :D Wir hoffen, du freust dich drüber. (:

So, das war's dann mit dem Lesemarathon, jetzt ist wirklich alles abgeschlossen (; Vielleicht ist ja jemand von euch nächstes Jahr auch wieder dabei. ^-^

Scott Westerfeld - Midnighters: Die Erwählten


Die Erwählten ist der erste Teil der "Midnighters"-Trilogie von Scott Westerfeld.
1. Die Erwählten - 2. Das Dunkle - 3. Der Riss

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: April 2007
Übersetzer: Friederike Levin
Seitenanzahl: 303
Verlag: Kosmos
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Midnighters - The Secret Hour
Hier klicken und die gebundene Ausgabe von Die Erwählten bei Amazon anschauen.

Taschenbuchausgabe
Erscheinungsdatum: 1. März 2010
Übersetzer: Friederike Levin
Seitenanzahl: 320
Verlag: Carlsen Verlag
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Seltsame Dinge passieren um Mitternacht in Bixby, Oklahoma. Die Zeit bleibt stehen und alles erstarrt, eine Stunde lang. Nur die Midnighter, vier Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten, wissen davon und können sich frei bewegen - immer auf der Hut vor den finsteren Kreaturen, die die blaue Stunde beherrschen. Doch dann taucht Jessica an der Highschool auf. Auch sie kann die Midnight erleben, aber irgendetwas an ihr reizt die Darklinge bis aufs Blut. Ein gefährlicher Kampf beginnt.

Das Cover ist zwar gut auf das Buch abgestimmt, mit den Uhren, den Andeutungen auf die blaue Stunde, den Regentropfen, die in der Luft erstarrt sind, und in einer Szene im Buch vorkommen, der kargen Landschaft, was die Badlands darstellen könnte - allerdings ist es kein Eyecatcher. Passend, aber nichts Besonderes und auch die Schriftarten sind ziemlich langweilig.
Andere Cover:

Der erste Band der Midnighters-Reihe ist zwar unterhaltsam und lesenswert, aber nichts Herausragendes. Es ist ganz nett, doch kein Buch, das alle Welt lesen muss.
Abgesehen von einer Situation am Anfang und dem Finale am Ende passiert eigentlich fast gar nichts. Die Midnighter finden zwar immer mehr heraus und Jessica lernt die blaue Stunde kennen, doch spannend wird es nicht besonders oft. Das Buch zieht sich zu lange hin und ich finde, der Fokus wird auf die falschen Dinge gelegt.
Jessica ist zwar eine ganz sympathische Protagonistin, allerdings erfährt man meiner Meinung nach viel zu wenig über sie, außer dass sie und ihre Familie nach Bixby gezogen sind. Auch konnte ich nie wirklich mir ihr mitfühlen, weil die Gefühle irgendwie mehr nur angedeutet werden. Mich hätte noch mehr interessiert - auch wenn das nicht wirklich zur Story beiträgt - wie sie wirklich darüber denkt, nach Bixby gezogen zu sein, oder beispielsweise auch Familiensituationen. Und natürlich wie sie es empfindet, ein Midnighter zu sein. Jessica denkt zwar anfangs darüber nach, ob vielleicht alles nur ein Traum ist, aber als sie dann erfährt, dass die blaue Stunde real ist, werden ihre Gefühle so gut wie gar nicht beschrieben. Das gilt auch für ihre Verbindung mit Jonathan. Zuerst hat es mir gut gefallen, dass sie sich nicht auf den ersten Blick in ihn verliebt und die beiden plötzlich unzertrennlich sind, und hatte angenommen, dass sich das noch entwickeln würde, wie eine reale Beziehung. Allerdings wird weder der Fokus darauf gelegt, noch bekommt man richtig mit, dass die zwei so was wie ein Paar werden. Es wird auch nicht erwähnt, warum sie sich eigentlich ineinander verlieben und es wirkt ein bisschen so, dass es einfach so sein muss, weil gerade niemand Anderes da ist, auch wenn das vielleicht ein bisschen hart klingt. Manchmal kam es mir sogar so vor, als würde Jonathan überhaupt nichts von Allem mitbekommen. Und dafür, dass mir so viele Dinge gefehlt haben, ging die Story trotzdem extrem langsam voran und ich weiß schon gar nicht mehr, was in der Zwischenzeit eigentlich passiert sein soll, abgesehen von immer wiederholten Gedankengängen und irgendwelchen Vorbereitungen.
Die Nebencharaktere sind mir beim Lesen nicht so wirklich ans Herz gewachsen. Positiv war, dass man von ihren Gefühlen wenigstens mehr mitbekommt und ihre Handlungen dadurch versteht. Dennoch hat es bei Melissa ziemlich lange gedauert, bis ich richtig verstanden habe, was mit ihr los ist. Rex wurde mir auch nicht so ganz sympathisch, obwohl er wirklich versucht, nett zu Jessica zu sein und er erklärt ihr auch alles, was sie über die Midnight wissen muss. Er war ein "ganz okay"-Charakter, und einerseits mochte ich ihn, andererseits ging er mir ein bisschen auf die Nerven. Und es wirkt immer so, als wolle er Jessicas unentdecktes Talent nur für sich beanspruchen, egal, was es sein mag, und nicht um ihr damit wirklich zu helfen. Dafür mochte ich Dess und Jonathan sehr gerne. Ich konnte Dess' Gefühle gut verstehen und Jonathans Handlungen nachvollziehen. Trotzdem finde ich, dass der Autor sich zu lange mit wiederholten Gedanken und Taten aufhält und zu wenig Jessicas Gefühle oder die Entwicklung zwischen ihr und Jonathan in den Vordergrund stellt.
Jetzt aber zu den positiven Dingen. Scott Westerfeld hatte für diese Trilogie mehrere sehr originelle und gut umgesetzte Ideen. Angefangen bei der Midnight - und zwar hat jeder Tag nicht 24, sondern 25 Stunden und nur die Midnighter und die Darklinge, die nur in dieser Extra-Stunde auftauchen, können das erleben, während alles andere um sie herum still steht. Das Ganze wird auch ziemlich realistisch erklärt, weil es viel mit Mathematik zu tun hat, und dadurch hatte ich selbst manchmal das Gefühl, dass es die blaue Stunde wirklich gibt und niemand etwas davon mitbekommt. Wichtig bei dieser Stunde ist auch die Zahl 13. Damit wird Vieles verbunden und sauberes Metall, das mit einem 13-Buchstaben-Wort benannt wird (dafür ein Lob an die Übersetzerin!), wird zur Waffe gegen die Darklinge. Womit wir bei der nächsten originellen Idee wären: die Darklinge haben nicht nur Angst vor allem, was mit der Zahl 13 zu tun hat, sondern auch vor sauberem Metall, das sie verbrennen lässt. Ich meine, auf so etwas muss man erstmal kommen! :D Diese Ideen wurden auch sehr gut umgesetzt, ohne in irgendeiner Weise überflüssig zu wirken.
Beim "Finale" wird es wegen der Darklinge und scheinbar aussichtslosen Situationen richtig spannend. Leider passiert zu diesem Zeitpunkt so Vieles gleichzeitig oder sehr schnell hintereinander, dass man gar nicht alles richtig mitbekommt und einige Stellen ein zweites Mal lesen muss. Trotzdem kann man sich zwischendurch überhaupt nicht vorstellen, was die Midnighter jetzt noch retten könnte, und darum gefiel mir diese Stelle auch mit am Besten. Ganz am Ende wird man dann nochmal richtig geschockt, sodass man den zweiten Teil ganz schnell haben möchte, weil auch zwischendurch schon Dinge auftauchen, die man nicht ganz versteht und die etwas verwirren - zumindest ging es mir so.

Bei Die Erwählten findet man viele sehr originelle Ideen, allerdings auch eine große Anzahl an Schwachpunkten. Es ist nicht besonders anspruchsvoll, aber trotzdem ganz unterhaltsam und ein schönes Buch für Zwischendurch, wenn auch kein Lesemuss. 3 Herzen vergebe ich, weil es über das Mittelmaß nicht herüberkommt, allerdings durch die Grundidee punkten kann.

Scott Westerfeld wurde in Texas geboren. Er studierte Japanisch, Spanisch und Latein und arbeitete unter anderem als Lehrer, Redakteur und Softwaredesigner. Seit einigen Jahren lebt er abwechselnd in Sydney und New York und schreibt mit großem Erfolg Romane für Erwachsene und Jugendliche. -- scottwesterfeld.com (englisch)

Die Erwählten soll zwar nicht verfilmt werden, möglicherweise wird es aber eine TV-Serie geben, die auf der Midnighters-Trilogie basiert, ein Datum oder Hauptdarsteller ist aber noch nicht bekannt.

Mittwoch, 22. August 2012

Neuzugang


Ich wusste es doch, heut Abend kommt noch ein Neuzugang :D Ich hatte schon NICHTS an Kleidung gefunden, darum wollte ich auf gar keinen Fall mit leeren Händen nach Haus gehen und so musste natürlich ein Buch her. Nach ewig langem Suchen und Nicht-Entscheiden-Können hab ich dann etwas gaaanz Tolles ausgesucht, das unbedingt von meiner Wunschliste verschwinden, und neben meinen anderen Büchern auftauchen wollte. Dazu gab's noch ein megasüßes, extrem niedliches und überraschend winzigkleines Magnetlesezeichenset! Wirklich, die sind so klein und knuffig und ich wollte so was schon lange mal haben. ♥ Also, dieses Wahnsinns-Buch hab ich mir heute gegönnt. (Entschuldigt die schlechte Webcam-Qualität :/)


Kiersten White - Flames 'N' Roses
Hi, ich bin Evie, und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund - einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.
Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!

Neuzugänge


Ich war lange nicht mehr in der Stadtbibliothek, weil ich noch einige Bücher hier liegen hatte (bzw. habe), die ich nicht ausgeliehen, sondern gewonnen, geschenkt, neu gekauft oder bei eBay ersteigert habe, aber da die Der Herr der Ringe Trilogie wieder zurück gebracht werden musste, habe ich natürlich gleich zugeschlagen, da zwei lang ersehnte Bücher endlich mal nicht verliehen waren! Die möchte ich euch natürlich gleich zeigen. Ich gehe heute mit meiner besten Freundin in die Stadt, also kann es sein, dass ich heute Abend noch einen Neuzugang zu zeigen habe ;) Ich hatte mir ja eigentlich mal vorgenommen, Bücher NUR auszuleihen, aber seit ich einen Blog habe und meine Sucht gewachsen ist, darf auch mal Geld ausgegeben werden :D Also, hier sind meine Kurzzeit-Schätze ^^


Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe
>>Achtung! Zweiter Teil der Reihe!<<
Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod...
Ich hab so lange drauf gewartet, aber immer war es verliehen, und als wir gestern zur Bücherei fahren wollten, dachte ich mir, ich versuch mal mein Glück, und hab auf der Website nachgeguckt - und tatsächlich! Es war da! Zwei Exemplare sogar! Nur gab es ein Problem, die Bibliothek hatte nur noch eine Minute auf, als wir angekommen waren. Zum Glück war noch viel los, so dass ich nicht so hetzen musste, aber natürlich habe ich dann das Buch nicht gefunden. Irgendwann hat mir dann jemand geholfen und mir fiel wieder ein, dass die Panem-Bücher ja unter "Gewalt" stehen... In der hintersten Ecke! Da mag ich schon mal eine Dystopie und dann so was... Naja, es war noch da und wurde gleich mitgenommen. Im Wartezimmer vom Hautarzt habe ich es dann auch gleich angefangen zu lesen.

Rick Riordan - Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen
>>Achtung! Zweiter Teil der Reihe!<<
Percys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig - einigermaßen. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann da noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten? Das dürfte für einen Halbgott wie ihn eigentlich kein Problem sein. Doch seine Feinde haben noch einige böse Überraschungen auf Lager...
Endlich ♥ Auch dieses Buch war immer verliehen, und jetzt endlich da. Den ersten Teil fand ich schon sehr gut und nun freu ich mich auch auf die Fortsetzung. Mh, mehr gibt's dazu gar nicht zu schreiben. :D

Montag, 20. August 2012

Ich wurde getaggt: Kindheit


Das ist das Thema dieses Tags. Es wurde vorgegeben von Kaugummiqueens Bücherstube, die mich getaggt hat, und das heißt: Ich erzähle euch jetzt von 8 Dingen, die ich als Kind gerne gemacht habe! Als "Kindheit" nehme ich jetzt bei mir mal alles bis zu meinem 10. Geburtstag, da ich ja mit 14 Jahren für einige vielleicht (leider) noch als Kind gelte. ;) Danach tagge ich weitere Leute und gebe ihnen ein neues Thema vor. Also, los geht's!

1. Ich hab es, wie wahrscheinlich jedes andere Kind auch, geliebt, mir von meinen Eltern abends etwas aus unserem riesigen Märchenbuch vorlesen zu lassen. Mein Lieblingsmärchen war "Die drei kleinen Schweinchen", das wollte ich immer und immer wieder hören! Beim Einschlafen hat es allerdings nicht so wirklich geholfen, da ich noch mehr Geschichten hören wollte. Aber wenn ich Mama oder Papa nicht mehr zu noch einem Märchen überreden konnte, und sie das Licht ausgemacht haben, konnte ich Schlafen wie ein Stein.

2. Zugfahren fand, oder besser gesagt, finde ich total toll, seit ich das erste Mal gefahren bin. Ich bin zwar erst ein paar Mal per Zug gereist, aber ich finde es immer wieder schön. Und ich bestehe immer darauf, oben zu sitzen! Da kann man so schön auf die vorbeiziehende Landschaft gucken... Und im Zug kann man es sich gemütlich machen, darf auch mal aufstehen, nicht wie im Bus, es ist nicht stickig, sondern total angenehm, es gibt eine Ablage und einen Mülleimer... Ich liebe es einfach.

3. Früher (und auch heute zwischendurch nochmal) habe ich immer Gameboy gespielt. Zuerst Gameboy Color, dann Gameboy Advance SP und bis heute noch habe ich den Nintendo DS Lite. Alles, was inzwischen danach kam, sind ja nur noch solche Abwandlungen davon, mit 3D und wasweißichnichtwas. Auf meinem ersten Gameboy habe ich immer Tetris gespielt, manchmal auch Super Mario. Super Mario war echt toll, besser bzw. anders als die moderneren Versionen, das habe ich dann auch auf meinem 2. Gameboy oft gespielt. Aber beim Nintendo DS haben diese großen Spiele nicht mehr reingepasst und so mussten wir es verkaufen... Leider, leider... Trotzdem spiele ich auch heute noch zwischendurch gerne, hauptsächlich immer noch Mario-Spiele, da werde ich wieder zum Kind.

4. Als ich noch jünger war, mochte ich soooo gerne tanzen... Mir war es völlig egal, wie das, was ich da machte, aussah, ich hab mich einfach so bewegt, wie es mir in den Sinn kam. Choreographien gab's für mich nie. Irgendwann hat es dann nachgelassen, obwohl ich jetzt eine Musical Dance AG besuche, die mir total viel Spaß macht. Und dadurch hab ich auch eine kleine Vorliebe für Musical-Songs entdeckt, obwohl ich selbst leider noch nie in einem war.

5. In meiner "Kindheit" war ich eine richtige Wasserratte. Ich war und bin zwar nicht die beste Schwimmerin, aber ich hab so gern im Wasser geplanscht, getaucht, Handstände und Rollen gemacht... Wenn es nach mir ginge, hätte ich stundenlang im Wasser bleiben können, aber meine Mutter hat mich immer rausgeholt, wenn ich schon ganz blaue Lippen hatte. Heute bin ich nicht mehr ganz so gerne im Wasser, aber früher bin ich so gerne an den Strand gefahren oder in den Pool gesprungen. Tauchen macht mir immer noch Spaß ;)

6. Lesen. Es wundert mich, dass mir das erst so spät eingefallen ist - ich hab schon total früh mit dem Lesen angefangen. Ich ärger mich, dass ich nicht mehr weiß, wie das rosafarbene Buch, mit dem ich lesen gelernt habe, hieß, das wär echt mal interssant nochmal anzuschauen... Im Kindergarten habe ich immer allen vorgelesen und ich weiß noch ganz genau, wie stolz alle auf mich waren, weil ich das Wort "Roboter" einwandfrei lesen konnte! :D Und in der Grundschule kannte ich dann als eine der einzigen schon fast das ganze Alphabet. Also, meine Büchersucht hat eine Hintergrundgeschichte!

7. Als Kind war ich eine richtige Strahlebacke. Ich war die ganze Zeit am Lachen und meine Eltern haben mich immer "Sonnenschein", oder wie gesagt "Strahlebacke" genannt. Ich lache natürlich heute noch total gerne, aber naja, Pubertätsprobleme und so, da ist man halt nicht immer so gut drauf. :D

8. Ich war irgendwie schon immer ein richtiges Spielekind - andauernd wollte ich mit meiner Familie »Mensch ärger dich nicht« oder andere Brettspiele und Kartenspiele oder wasauchimmer spielen und konnte gar nicht verstehen, wenn niemand Zeit oder Lust hatte. :D Es hat sich nichts daran geändert, dass ich so gerne Spieleabende mit meiner Familie mache, auch wenn meine Freunde das vielleicht "kindisch" nennen würden, mir macht das total viel Spaß. Heute mag ich am liebsten »Tabu« oder »Outburst« zum Beispiel, und zwischendurch auch Skat, obwohl mein Vater mir das jedes Mal aufs Neue erklären muss. (;

So, endlich hab ich 8 Dinge zusammen! Das ist echt schwieriger als gedacht... Aber es hat mir auch Spaß gemacht, nochmal zurück zu denken. Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich so viel zu dem Thema schreiben könnte!


Und jetzt tagge ich ein paar Leute!
real-booklover von real booklover
Sandra PusteBlume.~ von Pusteblume?
Lea von Lea liest...
Livi von between the lines
Anna und Hannah von thelostworld
Euer Thema lautet.....

Engel

Also, schreibt 8 Dinge, die euch zu diesem Thema einfallen und taggt weitere Blogger! 
Ich weiß, es ist nicht einfach... Tipps dazu: Glaubt ihr an Engel? / Wie stellt ihr euch Engel vor? / Wie gefallen euch Bücher, in denen Engel vorkommen?
So was in der Art vielleicht. Viel Spaß wünsch ich euch (:

Isabel Abedi - Lucian


Lucian ist ein Einzelband von Isabel Abedi.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 9. September 2009
Seitenanzahl: 553
Verlag: Arena Verlag
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Hier klicken und die gebundene Ausgabe von Lucian bei Amazon anschauen.

Broschierte Ausgabe
Erscheinungsdatum: Mai 2012
Seitenanzahl: 559
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre


Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.

Das Cover ist schlicht, aber trotzdem ein Blickfang. Ich finde es total schön, allerdings weist es zu sehr auf das Thema "Engel" hin und da verstehe ich überhaupt nicht, was das mit dem Buch zu tun hat. Naja, vielleicht ist das Ansichtssache, aber wenn man's genau nimmt... Trotzdem ein wirklich magisches und zauberhaftes Cover.
Andere Cover:


Jaaa, ich raffe mich jetzt doch mal dazu auf, diese Rezension zu schreiben. Seit Tagen, wenn nicht sogar einer oder zwei Wochen, schiebe ich das Schreiben vor mir her, und nun  hoffe ich, dass irgendetwas Sinnvolles dabei herauskommt...
Begeistern konnte mich Lucian schon von Anfang an. Es ging nicht direkt richtig los, was aber ganz gut war, und große Ereignisse kamen nicht alle nacheinander. Dazwischen wurde genug Platz gelassen für normale Alltagssituationen, die natürlich teilweise trotzdem mit der Story um Lucian zusammenhängen, und das hat alles auch viel realistischer wirken lassen. Die Geschichte ist wirklich zauberhaft und Gefühle stehen im Vordergrund, wobei aber trotzdem nicht vergessen wurde, dass das Rätsel, wer Lucian wirklich ist, gelöst werden sollte, und langweilig wird es nur sehr selten, und ich denke, dass ich dieses Buch auch noch ziemlich lange im Gedächtnis behalten werde.
Rebeccas Handlungen kann man vielleicht nicht immer ganz nachvollziehen und ihre Taten oder Worte verstehen, trotzdem ist sie ein liebenswürdiger Charakter, den man ins Herz schließt, und man fühlt mit ihr mit, die Verwirrung wegen Lucian, die Wut auf ihre Mutter... Beim Mittelteil habe ich sogar richtig geweint. Und das um 2 Uhr nachts... Irgendwie weine ich bei Büchern immer nachts :D Die weiteren Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen, wenn sie auch ein wenig typisch und weniger tiefgründig waren - mit ein paar Ausnahmen -, trotzdem sind sie nicht unnötig oder nervig, sondern meistens ziemlich sympathisch.
Der Schreibstil ist nicht zu übertrieben jugendlich, sondern wirkt sehr echt und glaubwürdig. Gefühle werden gut und verständlich beschrieben, nicht nur Rebeccas, sondern auch die der anderen Charaktere. Bei Lucian gibt es keine wirklich außergewöhnliche Schreibweise, aber er passt dennoch gut zur Geschichte. Die Umgebung wird immer so ausführlich und authentisch beschrieben, man merkt wirklich, dass die Autorin selbst mal in Hamburg und L.A. gelebt hat, was ich nach dem Lesen rausgefunden habe. Auch sonst ist mir aufgefallen, wie gut und ausführlich alles recherchiert wurde. Ich habe mich, wie auch schon in Isola, tatsächlich so gefühlt, als wäre ich bei allem mittendrin und würde alles selbst miterleben. Dazu kommt noch, dass die Geschichte total originell und unvorhersehbar ist.
Die zweite Hälfte, bei der die Story in Los Angeles spielt, kam mir viel kürzer vor als die erste Hälfte, keine Ahnung, warum. Ich hätte sooo gerne noch mehr romantische Szenen von Rebecca und Lucian gehabt... Am Ende war ich total traurig. Obwohl es ja gar kein schlechtes Ende war wollte ich mich einfach nicht damit abgeben und es als Happy End annehmen. Schön war es allerdings trotzdem, wenn auch ein wenig verwirrend, sodass ich einige Stellen zum Schluss hin nochmal lesen musste. Darum habe ich mir auch noch etwa 50 Seiten mehr gewünscht, für einen weniger plötzlichen Abschluss, der dann auch verständlicher gewesen wäre.



Die Geschichte von Rebecca und Lucian wird authentisch erzählt und ich möchte auf jeden Fall noch weitere Bücher von Isabel Abedi lesen. Sie bringt dem Leser ihre Figuren und ihre Geschichten einfach nah und man muss alles, was sie schreibt, einfach ins Herz schließen. Für Lucian kann ich keine 5 Herzen geben, obwohl es ein besonderes Buch ist. Zu 100% konnte es mich nicht überzeugen, auch wenn ich nicht genau sagen kann, woran das liegt. 4 Herzen und absolut lesenswert.

Isabel Abedi hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Ihr Roman »Whisper« wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert, der Roman »Isola« war Spiegel-Bestseller. Isabel Abedi lebt mit ihrer Familie in Hamburg. -- isabel-abedi.de
Rezensionen zu anderen Büchern von Isabel Abedi: